Stiftung Anerkennung und Hilfe: Anträge bis Ende 2020 möglich

Menschen, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit vom 23. Mai 1949 bis zum 31. Dezember 1975 (BRD) bzw. vom 7. Oktober 1949 bis zum 2. Oktober 1990 (DDR) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben und bis heute an Folgewirkungen leiden, können noch bis Jahresende Anträge auf finanzielle Hilfe bei der Stiftung Anerkennung und Hilfe stellen. Die Anmeldefrist endet am 31. Dezember 2020.

Bereits jetzt und bis 31. Dezember 2021 werden die Anträge geprüft und Unterstützungsleistungen ausgezahlt. Begleitend untersuchen, erfassen und dokumentieren fachübergreifende Forschungsteams die Unterbringungssituationen, Leid- und Unrechtserfahrungen der Betroffenen und machen diese öffentlich. Aus den Missstände der Vergangenheit sollen Lehren für die Zukunft gezogen werden.

Die Stiftung wurde von der Bundesregierung (Bundesministerium für Arbeit und Soziales), allen Ländern und der evangelischen und katholischen Kirche errichtet, um das Leid der Betroffenen anzuerkennen und das erlebte Unrecht aufzuarbeiten. 

Welche Voraussetzungen Antragstellende erfüllen müssen, ist hier beschrieben.  

Gesetzliche Neuregelungen 2020

Die Lebenshilfe hat die wichtigsten gesetzlichen Neuregelungen für Menschen mit Behinderungen zusammengestellt. Einen Überblick gibt es hier. Auch der Ratgeber „Recht auf Teilhabe“ wurde überarbeitet. Die inzwischen fünfte Auflage des Wegweisers zu allen wichtigen sozialen Leistungen für Menschen mit Behinderung umfasst 376 Seiten und ist für € 22,- zzgl. Versandkosten hier erhältlich.

Gut besuchtes Benefizkonzert in der Elbphilharmonie

Am 5. November präsentierte das Ensemble Tityre in der Elbphilharmonie sein eigens für diesen Abend zusammengestelltes Programm „Englische Komponist*innen – unbeschreiblich weiblich!“ im Rahmen eines Charity-Konzertes. Der Hamburger Verein „Friends of Britain“ und der Lions Club Hamburg-Altona veranstalten diese Erstaufführung zugunsten der Internationalen Glasknochengesellschaft.

Das diesjährige Herbst-Konzert der beiden anglophilen Organisationen stand im Zeichen britischer Musikgeschichte, die von Frauen geschrieben wurde und wird: Kammermusik aus drei Jahrhunderten war zu hören, von der Triosonate einer anonymen barocken Komponistin über eine Schauspielmusik der Komponistin und Kämpferin für das Frauenwahlrecht Ethel Smyth bis zu Cecilia McDowall, Jahrgang 1951, die beim Konzert anwesend war und deren vielseitiges Werk einen Schwerpunkt des Programms bildete. Das 1994 gegründete Ensemble Tityre hat sich mit musikalisch-literarischen Programmen einen Namen gemacht, etwa zu Leben und Werk von Coco Chanel und Astrid Lindgren.

Der Verein Friends of Britain e. V. und der Förderkreis Lions Club Hamburg-Altona e. V. haben das Charity-Konzert in Kooperation mit der niederländischen OI-Stiftung care4brittlebones (www.care4brittlebones.org) initiiert. Der Konzerterlös fließt in die aktuelle Forschung im Bereich der Osteogenesis imperfecta.

RehaCare 2019

Die DOIG zeigt (neue) Flagge

„Innovativ und voller guter Ideen: So präsentierte sich die internationale Fachmesse REHACARE 2019, die am Samstag, 21. September 2019 nach vier Tagen auf dem Düsseldorfer Messegelände endete. 38.600 Besucher informierten sich bei 751 Ausstellern aus 43 Ländern über Hilfen, die Menschen mit Behinderung, Pflegebedarf und im Alter das Leben leichter machen. Selbsthilfegruppen, Sozialverbände und politische Repräsentanten stellten aktuelle behinderten- und gesundheitspolitische Fragen zur Diskussion.“ So beginnt die Abschluss-Pressemeldung der diesjährigen RehaCare. Auch die DOIG war wieder dabei und präsentierte sich (bestens platziert am Eckstand) und ihre Angebote und Broschüren im neuen Standdesign auf dem Areal der BAG Selbsthilfe.

Die gute Nachbarschaft zu den anderen Selbsthilfeverbänden machte eine weitere Vernetzung einfacher; unter anderem zum  VKM – Bundesselbsthilfe-Verband Kleinwüchsiger Menschen e. V., der direkter Standnachbar war, wurde der Kontakt enger. Es fand auch ein Erfahrungsaustausch mit dem Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e. V. statt. Wir konnten dort einige interessante neue Ärzteadressen in Erfahrung bringen.

Die DOIG freute sich über und dankt für all die freundlichen Standbesuche von Betroffenen und Angehörigen. Ein ganz besonders herzliches Dankeschön auch an Angelika Beilecke und Martin Schmidt, die auch dieses Jahr wieder den Stand betreut und die Besucher empfangen haben!

15 Jahre Duderstadt (DURCHBRUCH 2-2019)

Ein gemeinsam zurückgelegter Weg mit Blick in die Zukunft

Ein Apfelbaum ist ein Symbol gewachsener Verbundenheit, die weiterwachsen soll. Wer gemeinsam einen pflanzt, sagt Danke und will auch in Zukunft etwas miteinander zu tun haben. Das ist auch beim DOIG-Vorstand, bei dem Bürgermeister von Duderstadt und den Verantwortlichen des Jugendgästehauses der Fall. Der Setzling, der jetzt auf dem Weg zum Lagerfeuer weiterwächst, bringt hoffentlich eine schöne Ernte für kommende Generationen!

DURCHBRUCH 2-2019
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