Corona: Alltag, Angst und Zukunft als Risikoperson

Hamburg, den 3. April 2020 – Es spricht sich nur langsam herum, dass nicht nur alte Menschen und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen zu den Risikogruppen für die Covid-19-Erkrankung gehören. Aber wenigstens spricht es sich herum. Über die Perspektive von behinderten Menschen dagegen wird immer noch zu wenig und in der breiteren Öffentlichkeit kaum vernehmlich gesprochen. 

Lese- und Hörtipp

Rebecca Maskos, freie Fachjournalistin, Wissenschaftlerin im Bereich Disability Studies und Aktivistin der Behindertenbewegung, hat sich dankenswerterweise zu Wort gemeldet. Sie schreibt in der Edition F in ihrer Kolumne „Reboot the system“ und spricht in Radio Corax darüber, wie sie in freiwilliger Quarantäne lebt und wie sich die  Zeithorizonte ändern. Eine gute Nachricht in schlechten Zeiten: Lebensgefährlich muss nicht gleich hoffnungslos heißen. Und sie stellt sich die Welt in einem Jahr vor:

Ich denke … dass vielleicht auch die Letzten verstanden haben werden: Menschen sind verletzlich und abhängig voneinander. Nur in unterstützender Kooperation können wir nicht nur überleben, sondern auch gut leben.

Aufruf

Wir sammeln weitere Stimmen für die nächsten DURCHBRUCH-Ausgaben. Wie verändert sich das Leben, was wird kompliziert, wofür gibt es Lösungen? Was fehlt besonders, und worauf kann man ganz gut verzichten? Verändert sich vielleicht überraschenderweise auch etwas zum Besseren? Wie lässt es sich mit den Kontaktbeschränkungen leben, ohne dass man vereinsamt? Eure/Ihre Antworten an durchbruch[at]oi-gesellschaft.de sind uns wichtig und werden auf Wunsch auch anonym veröffentlich. Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist am 30. April. Wir freuen uns auf Post!

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